Ein außergewöhnliches Storchenjahr geht zu Ende

Ein außergewöhnliches Storchenjahr geht zu Ende

Ein außergewöhnliches Storchenjahr geht zu Ende

 

Wie wir alle leidvoll erfahren mussten hält uns Corona seit April gefangen. Für alle Storchenfreunde gibt es bis auf weiteres Betretungsverbot für das Wasserwerksgelände. Es war deshalb sehr hilfreich, dass wir im Frühjahr eine supermoderne neue Kamera erworben haben. Mit dieser kann unser Thomas Geiger hervorragend umgehen und vom Damm aus die Störche im gesamten Wasserwerksgelände erblicken und fotografieren.

Die Storchenzahlen aus dem Corona-Jahr 2020 können sich sehen lassen

So haben wir im Frühjahr 39 Brutpaare registrieren können. Neun von ihnen sind leider ohne Nachwuchs geblieben. Auf den übrigen Horsten sind 72 Jungstörche aufgewachsen. 15 von ihnen wurden mit Ausnahmegenehmigung beringt.

Mittels der neuen Kamera hat Thomas im Umkreis von Wiesbaden die Ringe von 82 verschiedenen Störchen abgelesen, allein 48 davon in und um Schierstein.

Pannen, Tierklinik und Familien-Zusammenführungen

Bei 72 Jungstörchen bleiben auch Pannen nicht aus. So mussten wir ein Jungtier mitten in Schierstein bergen, eines in Walluf aus der Tierklinik holen und natürlich wieder auswildern. Zwei weitere Jungstörche retteten wir im Storchengelände. Alle Jungtiere fanden zu ihren Familien zurück.

Unser Fernsehbeitrag in 2020, Hr3, Hallo Hessen am 09. Juni 2020

 

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Noch etwas für die Bienen

Ein voller Erfolg war die Anpflanzung von Blühstreifen auf unserer Streuobstwiese im Feld, dank der tatkräftigen Unterstützung durch das Weingut Meilinger. Der beste Weg sich für Naturschutz zu engagieren: Machen – einfach tun.

Wir alle hoffen sehr, dass der Corona-Spuk bald vorbei ist.

Eines steht fest: Sobald wir wieder auf das Gelände dürfen und Menschenansammlungen erlaubt sind, wird es auch den Tag der offen Tür wieder geben. Wir freuen uns jetzt schon, Sie alle im nächsten Jahr 2021 bei den Störchen begrüßen zu dürfen.

Bis dahin wünschen der Vorstand und alle Helferinnen und Helfer

Frohe und besinnliche Feiertage bei bester Gesundheit.

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In Schierstein 1994 geboren und in Schierstein 2019 gestorben

 

Anlässlich unseres Arbeitstages wurden die Horste gereinigt. Wir mussten eine traurige Entdeckung machen. In einem der Horste lag ein toter, skelettierter Storch mit einem Alu-Ring. Anhand der Nummer 984B konnte unser Mitglied Thomas Geiger schnell feststellen, dass es sich um einen 1994 in Schierstein geboren und beringten Storch handelt.

Er wurde 24 Jahre alt. In den Jahren 1998, 1999, 2009 wurde er in Schierstein als Brutvogel abgelesen. Nun hat er an seinem Geburtsort die ewige Ruhe gefunden.

Weiterhin wurden an unserem Arbeitstag durch die Firma Blattlaus und Frosch die Storchenhorste in den Bäumen freigeschnitten. Wir hoffen nun auch in diesem Jahr vom Hochwasserschutzdamm aus das „Storchenleben“ in diesen Horsten, als stille Beobachter ungehindert beobachten zu können. Das riesige, weit über 15 Zentner schwere Nest in der Weide am Pumpenhaus, konnte leider nicht abgetragen und leichter gemacht werden. Der Baum ist zu morsch und wurde lediglich mit einem Kronenanker gegen Umfallen gesichert.

Die Müllsammler unterwegs

 

Die fleißigen Helfer der Storchengemeinschaft und des Jägerstammtisch Schierstein waren in in den Weinbergen und Feldern unterwegs, um den Unrat von unachtsamen Mitbürger in der Natur einzusammeln. Die Störche und andere Vögel sammeln diesen Müll. Das kann tödlich für die Störche und andere Tiere enden. Jedenfalls wurde wieder ein ganzer Container voll, leider!

Alles Gute zum Geburtstag

 

Im Mai feierte Franz Deuter, unser Gründungsmitglied, seinen 90. Geburtstag. Hubertus Krahner unser 1. Vorsitzender gratulierte ihm im Namen des Vorstands. Herr Deuter ist von der ersten Stunde an mit dabei und war lange Jahre aktiv im Vorstand.

Tag der offenen Tür am 16. Juni 2019

 

498 Besuchen wurden gezählt.  Als Brutplatz hatte sich ein Storchenpaar das Pumpenhäuschen am Eingang ausgesucht, unbeeindruckt des Besucherstroms beobachteten sie das Geschehen rund um ihr Nest. Für die vielen Kinder hatten wir wieder unser Schaunest aufgebaut, dort wurde anhand von süßen Gummimäusen, Fischen und Würmern erklärt was und wieviel ein Storch am Tag frisst.  Durch die Spektive sahen die Besucher das Geschehen in den Storchenhorsten ganz genau und Hubertus Krahner referierte unermüdlich über die Lebensgewohnheiten des Weißstorches.

 

Neue Storchensichtungen

 

Erstmals wurden auch Störche in Neuhof und auf der Mariannenaue bei Rheinkilometer 515 gesichtet. Leider sind die Horste auf der Mariannenaue zu weit weg um die Ringe ablesen zu können.

Fazit

 

Schauen wir zurück auf das Jahr 2019 können wir sagen, dass es wieder einmal ein erfolgreiches Jahr für die Störche war.  Das angenehme Frühlingswetter ohne Frost aber mit abwechselndem Regen und Sonne war ideal für unsere Störche. Die doch zeitweise Trockenheit konnte den Tieren dieses Mal noch nichts anhaben. Dies hat sich auch in der Zahl von 91 Jungstörchen gespiegelt. Sie fühlen sich wohl in Schierstein.

Wir sind gespannt, wie sich zukünftig die Wetterlage entwickelt. Der Klimawandel macht auch vor Schierstein kein Halt. Störche mögen Feuchtgebiete. Das garantiert für Nahrung und die Aufzucht der Jungen.

Leider müssen wir zukünftig um unsere erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit bangen.

So haben wir erfahren, dass die Hochspannungsmasten neuerdings von den Stadtwerken Mainz unterhalten werden. Von dieser Seite aus gibt es nun Überlegungen, die Störche von den Masten zu vertreiben.

DANKE!

 

Allen Unterstützern und Freunden der Storchengemeinschaft an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Ein besonderer Dank an Hessenwasser für die Öffnung des Geländes am „Tag der offenen Tür“.

Fleißige Helfer für den Naturschutz

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Während die Störche im Süden die Sonne genießen, machen sich die Mitglieder der Storchengemeinschaft am 19.10.2019 mit Schaufel und Hacke bewaffnet auf den Weg, um auf dem Kirschacker oberhalb der Storchenwiese im Feld zwischen Schierstein und Frauenstein, 30 Obstbäume zu pflanzen. Die alten, teilweise abgestorbenen Kirschbäume bleiben stehen um für Baumbrüter wie z.B. Siebenschläfer den Lebensraum zu erhalten. Leider ist einer dieser alten Bäume dem Sturm „Sabine“ zum Opfer gefallen. Dieses Jahr wird noch eine Blühwiese auf diesem Grundstück angelegt, damit auch die Bienen genug Nahrung finden.