Arbeiten für die Umwelt auf dem Grundstück des Storchenvereins

Arbeiten für die Umwelt auf dem Grundstück des Storchenvereins

Arbeiten für die Umwelt auf dem Grundstück des Storchenvereins

Am 20. Februar 2021 war der Verein im Arbeitseinsatz für den Naturschutz. Natürlich corona-konform. Dafür gab es einen besonderen Mund-Nasen-Schutz. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ist nicht käuflich und wir haben auch keinen Schutz übrig.

Wenn das Arbeiten mit der Maske zu beschwerlich wurde, haben wir Abstand gehalten. Das ist im freien Gelände kein Kunststück.

Insektenhotels, Vogel-Einfamilienhäuser und Reptilienunterschlüpfe

Vor den fleißigen Helfern war nichts sicher. Überall mal nachgeschaut, ob noch alles in Ordnung ist und etwas gerichtet, wenn´s nötig war. Gestrüpp und Geäst sowieso.

Schiersteiner Storchenparadies schon früh aus der Winterruhe erwacht

Schiersteiner Storchenparadies schon früh aus der Winterruhe erwacht

Schiersteiner Storchenparadies schon früh aus der Winterruhe erwacht

 

Schon sehr früh, nämlich Anfang Februar, sind die ersten Störche nach Schierstein zurückgekehrt. Es haben sich bereits 33 Storchenpaare gefunden und sie sind eifrig dabei, ihre Horste aufzubauen.

Thomas Geiger, unser Ringableser und Fotograf, hat schon viele altbekannte Störche abgelesen und auch einige Neubewohner entdeckt. So haben wir einen Neuzugang aus Frankreich und mehrere Störche aus Rheinland Pfalz. Auch die Störchin aus Holland und der Storch mit der Fußprothese sind wieder eingetroffen.

Partnersuche und Horstaufbau

 

Interessant ist auch, dass sich mehrere Single-Störche in Schierstein aufhalten. Vielleicht suchen sie einen Storchen-Partner um dann zu ihren Brutplätzen weiterzuziehen, vielleicht bleiben sie hier in Schierstein. Das wird sich zeigen. So hat Wiesbaden, neben dem Brutpaar in der Mainzer Straße, ein neues Storchenpaar, das erstmals auf einem Hochspannungsmast unterhalb der Siedlung Gräselberg, direkt an der A66, ein Nest baut.

Da der Storchenrückflug aus dem Süden noch bis Mitte April anhält, gehen wir davon aus, dass sich das ein oder andere Storchenpaar noch im Raum Wiesbaden niederlassen wird.

Hinweise und/oder Bilder rund um Wiesbaden

Darüber freuen wir uns sehr. Wenn die Qualität der Bilder ausreichend ist, werden wir Ihr Bild gerne veröffentlichen. Es genügt ein Hinweis über die Urheberrechte. Also Name und ggf. Wohnort. Falls Sie das nicht wünschen, aber Ihr Bild gerne sehen wollen, bitte auch einen kurzen Hinweis dafür.

Freuen wir uns über diese Frühlingboten

Wir sind alle mehr oder weniger erschöpft in diesen Corona-Zeiten. Müde des Lockdowns und des Winters. Umso wichtiger ist es, positive Erlebnisse in der Natur wahrzunehmen. Unsere „Schiersteiner Störche“ sind dafür bestens geeignet. Als Frühlingsboten kündigen Sie einen Neubeginn an.

Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden der Schiersteiner Störche einen wunderbaren Frühlingsanfang.

Bleiben Sie gesund.

Ein außergewöhnliches Storchenjahr geht zu Ende

Ein außergewöhnliches Storchenjahr geht zu Ende

Ein außergewöhnliches Storchenjahr geht zu Ende

 

Wie wir alle leidvoll erfahren mussten hält uns Corona seit April gefangen. Für alle Storchenfreunde gibt es bis auf weiteres Betretungsverbot für das Wasserwerksgelände. Es war deshalb sehr hilfreich, dass wir im Frühjahr eine supermoderne neue Kamera erworben haben. Mit dieser kann unser Thomas Geiger hervorragend umgehen und vom Damm aus die Störche im gesamten Wasserwerksgelände erblicken und fotografieren.

Die Storchenzahlen aus dem Corona-Jahr 2020 können sich sehen lassen

So haben wir im Frühjahr 39 Brutpaare registrieren können. Neun von ihnen sind leider ohne Nachwuchs geblieben. Auf den übrigen Horsten sind 72 Jungstörche aufgewachsen. 15 von ihnen wurden mit Ausnahmegenehmigung beringt.

Mittels der neuen Kamera hat Thomas im Umkreis von Wiesbaden die Ringe von 82 verschiedenen Störchen abgelesen, allein 48 davon in und um Schierstein.

Pannen, Tierklinik und Familien-Zusammenführungen

Bei 72 Jungstörchen bleiben auch Pannen nicht aus. So mussten wir ein Jungtier mitten in Schierstein bergen, eines in Walluf aus der Tierklinik holen und natürlich wieder auswildern. Zwei weitere Jungstörche retteten wir im Storchengelände. Alle Jungtiere fanden zu ihren Familien zurück.

Unser Fernsehbeitrag in 2020, Hr3, Hallo Hessen am 09. Juni 2020

 

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Noch etwas für die Bienen

Ein voller Erfolg war die Anpflanzung von Blühstreifen auf unserer Streuobstwiese im Feld, dank der tatkräftigen Unterstützung durch das Weingut Meilinger. Der beste Weg sich für Naturschutz zu engagieren: Machen – einfach tun.

Wir alle hoffen sehr, dass der Corona-Spuk bald vorbei ist.

Eines steht fest: Sobald wir wieder auf das Gelände dürfen und Menschenansammlungen erlaubt sind, wird es auch den Tag der offen Tür wieder geben. Wir freuen uns jetzt schon, Sie alle im nächsten Jahr 2021 bei den Störchen begrüßen zu dürfen.

Bis dahin wünschen der Vorstand und alle Helferinnen und Helfer

Frohe und besinnliche Feiertage bei bester Gesundheit.

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Flugversuche der Jungstörche im Juli 2020

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Flugversuche der Jungstörche

 

Ja, es ist schon wieder soweit. Es dauert gar nicht mehr solange und die ersten Jungstörche verlassen den Horst und die elterliche Geborgenheit. Sie müssen sich selbst versorgen und tausende Kilometer hinter sich lassen. In Wiesbaden-Schierstein finden sie die besten Voraussetzungen, um sich auf diese Aufgabe vorzubereiten und Kräfte zu tanken.

Thomas Geiger konnte ein paar Sekunden mit der Kamera filmen. Die Filmsequenzen zeigen sehr gut, wie die Jungstörche ihre Flugübungen auf dem kleinen Raum eines Horstes vollbringen, bevor sie dann endgültig in die Lüfte fliegen.

Der Storchennachwuchs hält sich dieses Jahr in Grenzen.

Bedingt durch mindestens zehn Brutausfälle durch die kalten Temperaturen Anfang Mai, haben wir dieses Jahr nicht so viel Nachwuchs. Obwohl wir deutlich mehr Brutpaare hatten als letztes Jahr. Auch bei den erfolgreichen Bruten ist die Anzahl der Jungstörche niedriger als im letzten Jahr. Ebenfalls den niedrigen Temperaturen Anfang Mai geschuldet.

Es ist dem Verein dieses Jahr nicht möglich gewesen, die genaue Anzahl zu bestimmen. Das Gelände von Hessenwasser durfte nicht betreten werden. Zum Zählen und Ablesen der Ringe blieb nur der Blick vom Damm und einigen anderen Aussichtspunkten. Die Horste sind aus diesen Blickwinkeln teilweise so zugewachsen, dass man die Anzahl der Jungvögel nur schätzen kann.

Immerhin dürfen wir von ca. 60 Jungstörchen ausgehen.

Ablesen der Ringe mit der Kamera und was wir damit so alles erfahren

 

Schierstein durfte 22 ihrer „eigenen“ Störche wieder willkommen heißen, also Störche, die hier vor Ort beringt wurden. Sind doch ganz treue Störche, oder? Zwei Franzosen haben sich eingemischt. Ein Storch wurde abgelesen, den wir besonders willkommen heißen: im Hessenpark 1995 beringt ist er mit stolzen 25 Jahre schon einer der ältesten Exemplare seiner Art. Wie schön, immer wieder solche Nachrichten verkünden zu dürfen. Es liegen uns noch nicht alle aktuellen Rückmeldungen der Vogelwarte vor, aber die genannten Informationen dürfen wir ruhig mal vorab weitergeben.

Wie schon öfter berichtet, lesen wir die Ringe nicht nur mit Fernglas und Stativ ab, sondern auch mit der Kamera. Eindrucksvoll in einem Bild in der Galerie zu erkennen, wie deutlich – in diesem Fall der ALU-Ring – zu erkennen ist. Mit der gleichen Nummer wurde dieser Storch zusätzlich mit einem ELSA-Ring beringt. Ein ELSA-Ring ist wesentlich angenehmer für den Schreitvogel. In einem anderen Beitrag gehen wir ausführlicher auf diesen Ring ein. Wenn man genau hinschaut, erkennt man auch die Verletzungsgefahr, die von einem Alu-Ring ausgeht.

HR-Fernsehen Interview mit Hubertus Krahner

 

Am Freitag, den 19.06.2020, waren wir dreimal im Fernsehen zu sehen. Morgens in der ARD und Nachmittags im HR. Wir stellen einen Link ein aus der Nachmittagssendung im HR3.

Am besten, Sie steigen bei Minute 28:34 ein

https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/hallo-hessen/sendungen/hallo-hessen–storchengemeinschaft-schierstein-,sendung-92622.html

Mäusebussarde und Wildschweine im Wasserwerkgelände

 

Es lohnt sich immer, einen Blick nach Links und Rechts zu werfen. Tierschutz gilt für alle Tiere und gerade deshalb betrachten wir mit Wohlwollen, wenn andere Wildtiere sich hier wohlfühlen. Die Wildschweine richten allerdings unübersehbaren Schaden an. Die Verantwortlichen von Hessenwasser zeigen aber auch an dieser Stelle, dass sie nicht nur mit Wasser umgehen können.

Tolle Schnappschüsse von Thomas Geiger, der als Ringableser im Gelände unterwegs ist. Sehen Sie die Maus in den Fängen des Mäusebussards? Für alle ist der Tisch reichlich gedeckt.

Beringung am 05. Juni 2020

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wie jedes Jahr im Juni, ist der Beringer Klaus Hillerich wieder für die Schiersteiner Störche im Einsatz. Insgesamt wurden 15 Jungstörche beringt. Die Ringe werden zugeteilt von der Beringungszentrale Helgoland, Wilhelmshaven.

Seit Aufzeichnung in den 1970er Jahren, konnten wir insgesamt 994 Jungstörche beringen.

Das Wetter war gar nicht nett. Die Bilder zeigen das auch. Die Störche trotzen auf jeden Fall allen Wettern. Ob glühende Sonne oder fiese Nässe. Regen fließt quasi durch den Horst, obwohl mit reichlich Material ausgepolstert. Die Jungstörche werden nur vorübergehend nass.

Die Wehrhaftigkeit schon der jüngsten Störche ist bemerkenswert

Klaus Hillerich tut gut daran, seine Hand in Abwehrhaltung vor dem Gesicht zu bringen. In den Bildern kann man gut erkennen, dass nicht jeder Jungstorch in die Schreckstarre (Akinese) fällt. Ganz schön wehrhaft der Kleine. Und weh tut´s ebenfalls, auch bei den noch stumpferen schwarzen Schnäbeln der Jüngsten, wenn die mal die Hand erwischen.

Gezwungen wird nicht. Ich war jetzt nicht dabei, aber wahrscheinlich hat der eine wehrhafte Jungstorch die Beringung hinter sich. Ein  anderer Jungstorch im Horst muss aber noch beringt werden. In der Zwischenzeit löst sich die Schreckstarre auf und nun wird sich kräftig eingemischt. Das passiert schon mal und Klaus Hillerich hat zu tun, um den Winzling zu beruhigen. Es gelingt ihm immer.

Schreckstarre (Akinese)

 

Fluchtdistanz bei den erwachsenen Tieren ist 30 Meter. Die Brut kann das natürlich noch nicht. Aber die Natur kennt einen Trick.

Stell´dich einfach tot.

Die Schreckstarre, oder auch Akinese ist in den Bildern ganz deutlich zu erkennen. Die Tiere haben keine Schmerzen. Übrigens auch nicht beim Beringen.

Die Altstörche passen auf und kreisen

 

Zu keiner Zeit lassen sie Ihre Brut aus den Augen

Geschafft

 

Nach der Beringungsaktion beruhigen sich die Tiere sehr schnell. Die Alten fliegen gleich wieder in den Horst zum Inspizieren. Ist noch alles in Ordnung?