Die Pandemie kann Schiersteiner Störche nicht bremsen

Die Pandemie kann Schiersteiner Störche nicht bremsen

Die Pandemie kann Schiersteiner Störche nicht bremsen

Schon eine Woche nach ihrem Wegzug Mitte August aus Schierstein, haben wir die erste Rückmeldung aus dem Bereich Madrid/Spanien erhalten. Wie in all den Jahren sind die rund 80 diesjährigen Jungstörche pünktlich in einem großen Pulk gen Süden abgezogen. Von den 21 in 2021 beringten Jungstörchen hoffen wir in den nächsten Jahren zu hören, wo sie sich aufhalten. Damit das Brutgeschäft im März 2022 wieder starten kann, werden von uns noch in diesem Jahr die Horste gesäubert und wieder freigeschnitten. Auch zwei neue Storchenhorste sind für die Brut 2022 in Vorbereitung. So hat der Angelsportverein Schierstein 1978 e.V., unter seinem Vorsitzenden Ralf Nass, auf seinem Gelände auf der Bismarcksau ein tolles Nest aufgebaut und auf unserem Gelände zwischen Schierstein und Frauenstein wurde auch ein neuer Horst errichtet.

In der Hoffnung, dass wir im Jahr 2022 wieder unseren traditionellen „Tag der offenen Tür“ und die beliebten Storchenführungen durchführen können, wünschen wir allen Lesern des Schiersteiner Lebens ein besinnliches Weihnachtsfest und für 2022 nur das Beste.

Wir wünschen weiterhin alles Gute

Die Schiersteiner Störche

Sommer in Schierstein

Sommer in Schierstein

Der Sommer in Schierstein

In diesem Jahr schlüpften 99 Störche. Das ist eine unglaubliche Zahl und ein neuer Rekord. Aber nur ca. 80 Jungstörche bereiten sich nun auf die große Reise in den Süden vor.

Denn leider sind auch dieses Jahr nicht alle Jungstörche durchgekommen. Einige waren wohl zu klein als die starken Regenfälle kamen. Sie sind teilweise im Horst ertrunken. Ebenso hat der Baum in der Wallufer Bucht, auf dem schon seit Jahren ein Reiher- und ein Storchenpaar nisten, dem Sturm und dem Hochwasser nicht Stand gehalten.

In wenigen Wochen werden die Jungstörche Richtung Süden ziehen, um hoffentlich irgendwann wieder mit einem Partner nach Schierstein zurückzukehren, um selbst eine Familie zu gründen.

Storchenkindergarten

Die Horste sind mittlerweile zu klein für Eltern und Kinder,

deshalb stehen die Elternmeist außerhalb.

Nesthäkchen

Das Nesthäkchen traut sich noch nicht so und bekommt deshalb Einzelbetreuung. 😉

 

Die anderen sind schon in der Flugschule

Projekt Blühwiesen

Die Storchengemeinschaft Schierstein kümmert sich auch um andere Tierarten. Seit einiger Zeit schon, sähen wir allerlei leckere Samen aus. Auf unseren Blühwiesen fühlen sich außer nektarsaugenden Insekten auch andere Tierarten sehr wohl.

Jubiläum – 40 Jahre Storchengemeinschaft

Jubiläum – 40 Jahre Storchengemeinschaft

40 Jahre Storchengemeinschaft Wiesbaden-Schierstein

 

Seit jeher ist Schierstein mit seinen ausgedehnten Wiesen und Feuchtgebieten als
Storchenbiotop bekannt. Deshalb waren die Schiersteiner enttäuscht, als 1945 der
letzte Storch das Nest im Dorf verlassen hat. Bis 1972 gab es dann keine Störche
mehr in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Projekt „Wiederansiedlung Weißstorch“

 

1972 haben mehrere Schiersteiner Bürger das Projekt „Wiederansiedlung Weißstorch“ mit einigen
gekauften Störchen im damaligen ESWE Wasserwerksgelände gestartet. 1975
konnte der erste Bruterfolg gemeldet werden.

1981 wurde der Verein „Storchengemeinschaft Wiesbaden-Schierstein e.V.“ gegründet.

 

Aus dieser Urzelle der Wiederansiedlung von Weißstörchen ist die heutige, im Bestand gesicherte, Population entstanden. Seit 1975 sind 1618 Jungstörche von Schierstein aus weggeflogen. Im Jahr 2021, dem 40jährigen Bestehen der Storchengemeinschaft, brüten 39 Paare im Bereich Wasserwerk. Wir von der Storchengemeinschaft haben 1983 auch wieder einen Storchenhorst auf den Schornstein der ehemaligen Trockengemüsefabrik Nova, am Schiersteiner Hafen gelegen, aufgebaut.

Seit 1985 brüten nun wieder Störche im Ortsbereich von Schierstein und erfreuen die Menschen.

Zusätzlich zur Betreuung der Störche, wie Horstreinigung, Freischneiden der Horste, Krankenpflege, kommen Naturschutzarbeiten wie Umweltsäuberung, Aufhängen von Nistkästen, Anlegen von Benjeshecken, Blühwiesen für Insekten und Streuobstwiesen hinzu. Darüber hinaus ist das Ablesen der Ringe und auch die Beringung der Jungstörche eine von Beginn an wichtige Aufgabe der Vereinsmitglieder. Außerdem werden regelmäßig naturkundliche Führungen zu den Störchen angeboten. Leider war das wegen Corona im letzten Jahr bis heute nicht möglich.

Wir hoffen für unser Jubiläumsjahr 2021 auch die Führungen wieder anbieten zu können.  Wenn es soweit ist, werden wir das hier auf der Webseite veröffentlichen.

Hubertus Krahner – 1. Vorsitzender –

Arbeiten für die Umwelt auf dem Grundstück des Storchenvereins

Arbeiten für die Umwelt auf dem Grundstück des Storchenvereins

Arbeiten für die Umwelt auf dem Grundstück des Storchenvereins

Am 20. Februar 2021 war der Verein im Arbeitseinsatz für den Naturschutz. Natürlich corona-konform. Dafür gab es einen besonderen Mund-Nasen-Schutz. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ist nicht käuflich und wir haben auch keinen Schutz übrig.

Wenn das Arbeiten mit der Maske zu beschwerlich wurde, haben wir Abstand gehalten. Das ist im freien Gelände kein Kunststück.

Insektenhotels, Vogel-Einfamilienhäuser und Reptilienunterschlüpfe

Vor den fleißigen Helfern war nichts sicher. Überall mal nachgeschaut, ob noch alles in Ordnung ist und etwas gerichtet, wenn´s nötig war. Gestrüpp und Geäst sowieso.

Schiersteiner Storchenparadies schon früh aus der Winterruhe erwacht

Schiersteiner Storchenparadies schon früh aus der Winterruhe erwacht

Schiersteiner Storchenparadies schon früh aus der Winterruhe erwacht

 

Schon sehr früh, nämlich Anfang Februar, sind die ersten Störche nach Schierstein zurückgekehrt. Es haben sich bereits 33 Storchenpaare gefunden und sie sind eifrig dabei, ihre Horste aufzubauen.

Thomas Geiger, unser Ringableser und Fotograf, hat schon viele altbekannte Störche abgelesen und auch einige Neubewohner entdeckt. So haben wir einen Neuzugang aus Frankreich und mehrere Störche aus Rheinland Pfalz. Auch die Störchin aus Holland und der Storch mit der Fußprothese sind wieder eingetroffen.

Partnersuche und Horstaufbau

 

Interessant ist auch, dass sich mehrere Single-Störche in Schierstein aufhalten. Vielleicht suchen sie einen Storchen-Partner um dann zu ihren Brutplätzen weiterzuziehen, vielleicht bleiben sie hier in Schierstein. Das wird sich zeigen. So hat Wiesbaden, neben dem Brutpaar in der Mainzer Straße, ein neues Storchenpaar, das erstmals auf einem Hochspannungsmast unterhalb der Siedlung Gräselberg, direkt an der A66, ein Nest baut.

Da der Storchenrückflug aus dem Süden noch bis Mitte April anhält, gehen wir davon aus, dass sich das ein oder andere Storchenpaar noch im Raum Wiesbaden niederlassen wird.

Hinweise und/oder Bilder rund um Wiesbaden

Darüber freuen wir uns sehr. Wenn die Qualität der Bilder ausreichend ist, werden wir Ihr Bild gerne veröffentlichen. Es genügt ein Hinweis über die Urheberrechte. Also Name und ggf. Wohnort. Falls Sie das nicht wünschen, aber Ihr Bild gerne sehen wollen, bitte auch einen kurzen Hinweis dafür.

Freuen wir uns über diese Frühlingboten

Wir sind alle mehr oder weniger erschöpft in diesen Corona-Zeiten. Müde des Lockdowns und des Winters. Umso wichtiger ist es, positive Erlebnisse in der Natur wahrzunehmen. Unsere „Schiersteiner Störche“ sind dafür bestens geeignet. Als Frühlingsboten kündigen Sie einen Neubeginn an.

Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden der Schiersteiner Störche einen wunderbaren Frühlingsanfang.

Bleiben Sie gesund.