Der Verein

Nach dem Zweiten Weltkrieg

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieb der Weißstorch als Brutvogel in Wiesbaden-Schierstein aus. In den Folgejahren erwuchs in vielen Storchenfreunden der Wunsch, diesen beliebten Schreitvogel in Schierstein wieder anzusiedeln und heimisch werden zu lassen.

1972 – Wiederansiedlung des Weißstorches

 

1972 rekrutierte sich ein Arbeitskreis, der mit Hilfe von Spendengeldern und der fachlichen Unterstützung des Schweizers Max Bloesch aus dem Kanton Solothurn die Wiederansiedelung in Angriff nahm. Der damalige Betreiber des Wasserwerks in Schierstein, die ESWE (heute Hessenwasser) kam dem Ansinnen der Storchenfreunde entgegen und stellte sein Gelände für dieses Projekt zur Verfügung.

1981 – Gründung der Storchengemeinschaft

 

Im Jahr 1981 wurde die Storchengemeinschaft Wiesbaden-Schierstein e.V. gegründet.

Das Wasserwerk-Gelände

Das Wasserwerk-Gelände bietet ideale Bedingungen für Weißstörche. Viele Teiche mit Fischbesatz und weitflächige Wiesen mit einer reichhaltigen Fauna sind geradezu ein Schlaraffenland für Meister Adebar. Hinzu kommt, dass für den Vogel neben den aufgestellten Bruthorsten und gestutzten Bäumen die Ausleger der Hochspannungsmasten eine willkommene Nistunterlage sind, hat er doch von hier oben einen weiten Blick auf seine Umgebung.

Der Verein genießt auf dem Wasserwerk-Gelände der Firma Hessenwasser Gastrecht. Die Aktivitäten erfolgen im gegenseitigen Einvernehmen und mit größter Rücksicht auf die einmalige Flora und Fauna des Geländes.

Mitarbeit in Arbeitskreise und Arbeitsguppen

 

Die Storchengemeinschaft arbeitet mit im „Arbeitskreis Rheinauen-Storch“ und in der „Arbeitsgruppe Weißstorchberingung in Hessen“.

Aufgaben im Verein

KONTROLLE DER GEHEGE

 

Nach der Eiablage erfolgt auf diesen Nestern eine regelmäßige Kontrolle der Gelege. Durch die Kontrollen wird auch der richtige Zeitpunkt für die Beringung ermittelt.

 

Nach dem Flügge werden lauern erste Gefahren auf die Jungstörche: Manche landen auf ihrem ersten Ausflug im noch nicht gemähten Gras oder Gebüsch und finden aus eigener Kraft nicht aus dem Pflanzengewirr heraus. Auch hier sind regelmäßige Kontrollgänge nötig, um die Jungstörche wieder zu befreien.

 

 

HORSTREINIGUNG

 

Sind die Störche zu ihrer Reise in den Süden aufgebrochen, findet gegen Jahresende (meist Anfang Oktober) die Horstreinigung statt.

Die Nester auf den Nisthilfen mit Hilfe einer Leiter oder eines Hubsteigers entfernt werden (die Horste auf den Hochspannungsmasten werden von der KMW (Kraftwerke Mainz-Wiesbaden) abgeworfen.

Die meisten Nester auf den Bäumen sind unerreichbar und wachsen im Laufe der Zeit zu schweren Aufbauten heran.

 

TAG DER OFFENEN TÜR

Einmal im Jahr haben Besucher am Tag der offenen Tür die Möglichkeit, via Spektiv oder Fernglas einen Blick in Meister Adebars Wohnzimmer zu werfen.  So nah kommst Du den Störchen sonst nicht. Die Vogel-Eltern füttern ihre Jungen. Ein ständiges Anfliegen kann sehr gut mit Fernglas und Spektiv beobachtet werden. Hessenwasser informiert über das Wasserwerk. Für Kinder ist es stets eine lehrreiche Veranstaltung. Der Vorstand und alle freiwilligen Helfer sind an diesem Tag für Euch da.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

 

Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von Vorträgen, Führungen und Beiträgen in den Medien. Eigentlich sehen wir ständig Berichte über die Schiersteiner Störche in Zeitungen. Hubertus Krahner, der 1. Vorsitzende, ist in der Öffentlichkeitsarbeit besonders engagiert. Das ist auch wichtig für den Verein, denn wir wollen Mitstreiter für die bedrohte Tiewelt und Natur finden.

Die Storchengemeinschaft ist im Naturschutz engagiert und arbeitet mit im „Arbeitskreis Rheinauen-Storch“ und in der „Arbeitsgruppe Weißstorchberingung in Hessen“.

 

Beringungen

 

Eine der wichtigsten Aufgaben ist die Beringung von wildlebenden Vögeln. Die teilweise farbcodierten und mit einer eindeutigen Nummer versehenen Metall- oder Plastikringe (bei uns sind es die ELSA-Ringe) werden an den Füßen oder Flügeln angebracht. Bei den Störchen sind es nur die Füße.

Untersucht werden unter anderem, Lebensdauer, Sterblichkeit, Vogelzug, Ernährung und Fortpflanzung.

 

 

Führungen

Hubertus Krahner übernimmt die Führungen über das Gelände. Die Monate Mai, Juni, Juli sind am interessantesten, weil dann die Störche am besten zu beobachten sind. Hubertus Krahner vermittelt lebendig viele Informationen zu unseren Adebaren. Auf dem Gelände erfahren Sie eine besondere Nähe zu den Störchen.

CORONA-Information:
Es können zur Zeit keine Führungen stattfinden.

Sollte Interesse an einer Führung bestehen, bitten wir Sie, sich bei uns über das Kontakformular zu melden.