Dreck-weg-Tag

Dreck-weg-Tag

Dreck-weg-Tag in Schierstein

 

Am 29.Februar 2020 trafen sich wieder die Mitglieder der Storchengemeinschaft und des Jägerstammtisches Schierstein. 

Kein Geheimnis warum jedes Jahr dieses Treffen veranstaltet wird. Unrat auf Feld und Wiesen und in den Weinbergen muss eingesammelt werden. Überflüssig zu erwähnen, dass diese Arbeiten nicht nötig wären, wenn sich unsere Mitbürger an die Spielregeln halten würden.

Leider kam wieder eine große Menge MÜLL zusammen. Dank der vielen Helfer, kann dieser eingesammelte Abfall den Tieren nicht mehr schaden.

Baumaterial für unsere Benjeshecke

Baumaterial für unsere Benjeshecke

Baumaterial für unsere Benjeshecke

 

Am 24.1.2020 trafen sich die Storchengemeinschaftsmitglieder unter Mithilfe der Firma Laubfrosch aus Schierstein zum Arbeitstag im Wasserwerksgelände. Es wurde das Schilf am Teich freigeschnitten sowie die Voliere gereinigt. Um die Horste in luftiger Höhe zu säubern und freizuschneiden bedarf es Profis. Die Baumkletterer Marco Müller und Kollege übernahmen dies gut gesichert und ehrenamtlich.

Die Äste die dabei anfallen werden als Baumaterial für unsere Benjeshecke im Feld genutzt. Sie dient den Singvögeln und anderen Tieren als Schutzzone.

Lesen Sie hier, was eine Benjeshecke ist.

 

Was ist eine Benjeshecke?

Was ist eine Benjeshecke?

Was ist eine Benjeshecke?

 

Wenn Sie das immer schon mal wissen wollten, lesen Sie jetzt weiter!

 

 

WAS IST EINE BENJESHECKE?

Dafür muss die Storchengemeinschaft nicht das Rad neu erfinden und bedient sich aus den zahlreichen Informationen im Internet, hier ganz speziell aus Wikipedia:

„Benjeshecken oder Totholzhecken sind Hecken, die durch linienhafte, lockere Ablagerungen von hauptsächlich dünnerem Gehölzschnitt, wie Äste und Zweige, durch Samenanflug oder Initialpflanzungen entstehen. Benjeshecken bieten Vögeln und anderen Tieren Schutz und Nahrung…“

 

Eine Benjeshecke entsteht nicht durch Neuanpflanzung,

sondern durch Gehölzschnitt (Äste, Zweige, Reisig), das ungeordnet als Haufen oder in Streifen, oder als Wall locker gestapelt wird. Die Vorteile einer solchen Anlage bestehen zum einen in ihren günstigen Herstellungskosten und darüber hinaus bietet das locker gelagerte Totholz unmittelbar Lebensraum für zahlreiche Vogelarten.

„Als sinnvoll erweist sich die Benjeshecke dort, wo sie schnell und kostengünstig in weiträumig flurbereinigter, intensiv genutzter Agrarlandschaft wie Wiesen, Acker, einen Beitrag zum Biotopverbund leistet.“

 

Der NABU beschreibt dazu in einer Veröffentlichung:

„Das Prinzip einer Benjeshecke ist die bandartige Ablagerung von Baum-und Strauchschnittgut. Der Gestrüppwall sollte mindestens vier Meter lang und ein Meter hoch sein. Pro Meter sollte in den Wall ein Strauch gepflanzt werden, der den Wall überragt. Es sollte möglichst ein heimisches, standortgerechtes Gehölz gesetzt werden… Benjeshecken schaffen ein günstiges Kleinklima. Im Schatten des Gestrüpps ist die Verdunstung herabgesetzt. Die Zersetzung des Schnittguts liefert genügend Nährstoffe für die sich ansiedelnden Jungpflanzen. Zahlreichen Tieren bietet die Hecke einen Lebensraum, z.B. Brutraum für bodenbrütende Vögel. Die Anlage einer Benjeshecke ist so interessant, da sie nicht nur einfach und preiswert ist, sondern auch der Sukzession Zeit und Raum lässt: Im Gestrüpp wachsen zuerst Kräuter, die mit der Zeit durch aufkommende Sträucher ersetzt werden.“

 

Wie kam es zu dem Begriff BENJESHECKE?

Hermann Benjes (1937 bis 2007)
war ein deutscher Landschaftsgärtner, Naturfotograf und Schriftsteller.

Bundesweit bekannt wurde Hermann Benjes zu Beginn der 1980er Jahre durch die Entwicklung eines Flurbelebungskonzeptes mittels Feldhecken. Da sich das Konzept bewährte, wurde diese Technik nach ihm benannt, als sogenannte Benjeshecke.

 

Eine Benjeshecke haben wir am 30. Januar 2016 realisiert.

 Unser obligatorischer Arbeitstag brachte am Samstag, den 30 Januar 2016, eine Benjeshecke hervor. Ein paar Tage zuvor wurde durch einen beauftragten Baumdienst auf dem Gelände des Wasserwerkes einiges an Gehölzschnitt produziert, das nicht kompostiert wurde. Es sollte einem anderen Zweck dienen, nämlich dem Aufbau einer Benjeshecke.

Die Helfer der Storchengemeinschaft sammelten den Schnitt auf einen Hänger und verbrachten die schwere Last an den Ort, an dem eine Benjeshecke aufgestapelt wurde. Das ist erst der Anfang, denn ab jetzt wird regelmäßig kontrolliert. Die Benjeshecke braucht noch viel Zeit und Geduld.


Danke an die fleißigen Helfer Krahner, Haibach, Höhn, Breitsch und Bär

Dreck weg Tage – Die Müllsammler waren wieder unterwegs

Dreck weg Tage – Die Müllsammler waren wieder unterwegs

Die Müllsammler waren wieder unterwegs

 

Auch dieses Jahr waren wieder die fleißigen Helfer der Storchengemeinschaft und des Jägerstammtisches Schierstein in den Weinbergen und Feldern unterwegs um den Unrat einzusammeln, den einige unachtsame Mitbürger in der Natur „vergessen“. 

Zum Beispiel auf dem Feldweg entlang der Autobahn lag alle 5 Meter ein leerer Beutel Hundeleckerli und daneben ein leeres Fläschchen Schnaps. Ist ja nix dagegen einzuwenden wenn es sich Hund und Herrchen/Frauchen gut gehen lassen, aber kann man das bisschen Abfall nicht einfach in die Tasche stecken, es wurde ja auch voll mitgebracht!

Kaputte Laubsauger in der Hecke entsorgen? Wir haben noch andere Funde größeren Ausmaßes zu melden. Sofas und Autoreifen sind keine Ausnahmefunde. Regelmäßig landen solche Gegenstände in unsere Container und auf Autodächern. Fest gezurrt zum Abtransport auf die Müllhalde.

Manchmal packt uns die kalte Wut. Wer Müll derartig entsorgt, macht sich schlicht strafbar. 

Auch die Störche und andere Vögel sammeln diesen Müll und das kann tödlich für die Jungen enden. Jedenfalls wurde wieder ein ganzer Container voll. Leider!

Nach getaner Arbeit hatten sich alle ihr Essen verdient und das Weingut Meilinger lud die ganze Mannschaft zum Essen ein.

Vielen Dank dafür!

Im Horst lag ein skelettierter Storch mit Alu-Ring

Im Horst lag ein skelettierter Storch mit Alu-Ring

Im Horst lag ein skelettierter Storch mit Alu-Ring

 

Achtung: Bild am Ende dieses Textes ist für zartere Seelen nicht so gut.

Anlässlich unserer Horstreinigung am 8. Februar 2019 mussten wir eine traurige Entdeckung machen. In einem der Horste lag ein toter, skelettierter Storch mit einem Alu-Ring.

Anhand der Nummer 984B konnte unser Mitglied Thomas Geiger schnell feststellen, dass es sich um einen 1994 in Schierstein geboren und beringten Storch handelt. Er wurde 24 Jahre alt.

In den Jahren 1998, 1999, 2009 wurde er in Schierstein als Brutvogel abgelesen.

Nun hat er an seinem Geburtsort die ewige Ruhe gefunden.

Wir wissen nicht, warum dieser Storch gestorben ist. Wenn die Tiere im Horst verenden, war häufig falsches Futter der Grund.  Mageninhalte verendeter Tiere sprechen Bände. Gummiringe zum Beispiel werden mit Würmern verwechselt. Babyschnuller und andere achtlos entsorgte Gegenstände in der Natur werden zu einer tödlichen Falle.

Das Schicksal unseres Elsässer-Storches

Das Schicksal unseres Elsässer-Storches

Der Elsässer wurde 22 Jahre alt

 

Wir nennen ihn den „Elsässer“, weil er 1992 im Elsass schlüpfte und beringt wurde. Er war ein treuer Brutvogel in Schierstein und sorgte für reichlich Nachwuchs, meistens mit ein und derselben Partnerin.

 1992 schlüpfte der Storch und wurde dort beringt. Er ist kein Unbekannter für uns, denn in seinem vierten Lebensjahr (1996) konnten wir ihn erstmals ablesen und zwar auf dem Horst 2 als Brutvogel. Er blieb dem Horst 2 treu für 10 Jahre – bis 2006 – immer als Brutvogel.

Im Jahr 2007 wechselte er in den Horst 1 und schloss eine Partnerschaft mit einer Niederländerin. Die beiden Störche sorgten regelmäßig für Nachwuchs bis in das Jahr 2013. Das war auch das Jahr, in dem wir unseren Elsässer das letzte Mal ablesen konnten.

2014 hatte die Niederländerin aus Horst 1 einen anderen Partner. Ob der Elsässer eine andere Partnerin fand, ob er brütete, oder schon vor der Brutzeit in 2014 verstarb, können wir nicht wissen.

 

Eine verhängnisvolle Angelschnur

 

Am 06. Oktober 2014 wurde er am Rheinufer der Insel Petersaue von Hubertus Krahner tot geborgen. Unser „Elsässer“ musste sterben, weil sich sein rechter Fuß in einer Angelschnur verhedderte, quasi ihn fesselte. Dieser Storch konnte nicht mehr auf Futtersuche gehen. Ein weiteres Opfer unserer Umwelt-Sauerei. Man erkennt deutlich die Abschnürung am Gelenk.

Der Storch trug einen Alu-Ring mit der Nummer Straßburg 1724