Neues Jahr – neues Storchenglück?
Nach dem außergewöhnlich trockenen Frühjahr des vergangenen Jahres – mit lediglich 54 Jungstörchen – setzen wir unsere Hoffnung nun auf eine erfolgreiche und segensreiche Brutsaison 2026.
Mit Sorge blicken wir auf die Nachrichten aus Spanien: Im Raum Madrid sind im Jahr 2025 rund 500 Störche an der Vogelgrippe verendet. Umso gespannter erwarten wir ab März die Rückkehr unserer Schiersteiner Störche und sind neugierig, wie viele von ihnen wieder den Weg in ihre angestammte Heimat finden.
Erfreulich stimmt uns dagegen der Blick in den Raum Groß-Gerau, wo etwa 600 Störche überwintert haben – darunter zahlreiche Schiersteiner Tiere (s. Foto oben). Für alle, die das Geschehen wieder aus nächster Nähe verfolgen möchten, wird unsere Storchenkamera im März erneut aktiviert. Zum Schutz vor möglichen Frostschäden hatten wir sie im Herbst abgebaut; Ende Februar erfolgt der Wiederaufbau.

Dass die Störche nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben, zeigt sich bereits jetzt: Schon Ende Januar lagen uns zwölf Anmeldungen für Storchenführungen vor.
Auch unsere weiteren Naturschutzaktivitäten schreiten voran. Am 28. Februar findet der traditionelle „Dreck-weg-Tag“ statt. Im März werden die Blühwiesen eingesät sowie die Nistkästen kontrolliert und gereinigt. Ein Obstbaumschnittkurs wird am 21. Februar angeboten, und Anfang März erfolgt die Pflanzaktion für unsere neue Streuobstwiese. Über all diese Aktivitäten berichten wir im nächsten Beitrag ausführlicher.
Schon heute laden wir Sie herzlich zum „Tag der offenen Tür“ am 14. Juni 2026 auf dem Gelände von Hessenwasser ein.
Für die Osterfeiertage wünschen wir allen Leserinnen und Lesern eine frohe Zeit im Kreise ihrer Familien – vielleicht verbunden mit einem Spaziergang zu unseren Störchen.
Hubertus Krahner – 1. Vorsitzender
Bilder: Thomas Geiger