Wahrzeichen-Diskussion in Schierstein läßt niemanden kalt

 

Wenn man die Abfahrt Frauenstein von der A66 nimmt und die Richtung Walluf/Schierstein einschlägt, kommt man an zwei stilisierte rostige Segel auf dem Verkehrskreisel nicht vorbei.  Wenn ich nicht auf den Verkehr achten müßte, würde ich meine Augen zumachen. Wer´s mag, sieht den Schiersteiner Hafen darin. 

Jedes Mal, wenn ich nach Schierstein fahre, tut es mir in der Seele weh, wenn ich diesen Kreisel sehe. Das ist meine persönliche Meinung und keinesfalls soll es eine Herabwürdigung der Designleistung sein. 

Ist das wirklich schön? 

Die Storchengemeinschaft hätte natürlich gern die Strochenampel gesehen

 

Im Beitrag vom hr3 wurde das so wunderbar in der Fotomontage umgesetzt. Das Herr Urban ganz bei uns ist, freut uns sehr. Vielleicht ist da noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Es gibt noch ein ganz anderes Wahrzeichen in Schierstein. 

Der Schornstein in der Küferstraße

 

Der Schornstein wurde nicht eigens gebaut für die Störche, wie im hr3-Beitrag beschrieben.

Anlässlich der neuen Webseite kann es nicht schaden, diese Informationen wieder einzustellen. Vielleicht bedient sich der eine oder andere Journalist dieser Informationen, die früher in der alten Webseite so auch nicht gut zu finden waren.

2011 sah der stillgelegte Schornstein noch so aus.

Mehr als 35 Jahre gibt es Storchen-Nachwuchs auf dem Schornstein

 

Der stillgelegte Schornstein (Trockengemüse-Fabrik NOVA) in der Küferstraße in Schierstein, ist eine besondere Attraktion für die Besucher des Schiersteiner Hafens. Er war bereits von der Firma NOVA aufgestellt worden. Nach Aufgabe der Fabrik wurde der Schornstein einfach stillgelegt.

1983 baute die Storchengemeinschaft Wiesbaden-Schierstein e.V. einen Horst für die Wiederansiedling des Weißstorches auf diesen Schornstein. Zwei Jahre später schon, 1985, schlüpften die ersten Jungstörche.

Bei der jährlichen Zählung der Jungstörche werden die Jungen, die dort schlüpfen, immer berücksichtigt. 

 

Im Oktober 2012 wurde der Schornstein saniert

 

Der Schornstein wies am oberen Rand lose Steine auf. Außerdem war der Schornstein nicht von vornherein für das Gewicht eines Storchenhorstes ausgelegt. Dann schlug auch noch der Blitz ein mit dem Ergebnis: Ein toter Storch und Längs- und Querrisse.  Man hat den oberen Teil des Schornsteins jetzt mit einer umlaufenden Bandage gesichert.  Ende Oktober 2012 wurde er doppelt eingerüstet und der Horst wurde abgetragen.

Außer Zweigen und Erde befanden sich in den 300 kg Abräummaterial jede Menge Unrat wie Lappen, Damenstrümpfe, Handschuhe und anderes mehr. Beim näheren Hinsehen erwies sich die hölzerne Horstunterlage  als äußerst marode. Vom Schreiner wurde ein völlig neuer Horst gezimmert. Der obere eingerüstete Teil des Schornsteins wurde abgetragen.

Der Eigentümer ist ein Storchenfreund

 

Der neue Eigentümer hätte den Schornstein abtragen lassen können, da er nicht unter Denkmalschutz steht. Doch der Eigentümer ist ein Storchenfreund.

So bietet der Schornstein mit den Störchen – der mittlerweile zum Wahrzeichen Schiersteins geworden ist – allen Hafenbesuchern und Storchenfreunden immer wieder einen schönen Anblick.

Der um etwa vier Meter gekürzte Schornstein bietet auch Vorteile: Man kann die Störche jetzt besser beobachten und auch die Ringe an den Storchenbeinen leichter ablesen. Außerdem ist er mit  einer Feuerwehrleiter im Herbst auch besser zu reinigen.

Das es den Störchen hier wieder gut gefällt, zeigt das Foto aus 2018